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Weingut KOPP im Gault&Millau 2020

Weingut KOPP im Gault&Millau 2020

Liebe Weinfreunde,

der Gault&Millau Weinguide ist wohl der beliebteste und vor allem meistverkaufteste Weinführer Deutschlands und diese Woche neu erschienen in der Ausgabe 2020. grosser.wine freut sich, dass das Weingut Kopp auch dieses Jahr mit “3 Roten Trauben” bestätigt und somit die hervorragende Arbeit gewürdigt wurde.

Zusätzlich machen die sehr positiven Zeilen Lust auf mehr:

“Was er seither geschaffen und wie er die Qualität seiner Weine stetig und konsequent entfesselt hat, ist aufsehenerregend. Hier hat alles Hand und Fuß, kommt wie aus einem Guss. …Mit seinen stets von eigenständigem Habitus beseelten Weinen mischt Kopp nicht nur die badische Spitze gehörig auf.”

Download des Gault&Millau 2020 Eintrages…

Johannes Kopp
Gault+Millau 2020
Gault+Millau 3 Trauben

grosser.wine – 10.11.2019

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Ab in die Karaffe oder lieber nicht?

Ab in die Karaffe oder lieber nicht?

Weinkaraffe

Oft wird vom Dekantieren eines Weines gesprochen, wenn das Karaffieren, nämlich das Belüften und Beatmen des Weines gemeint ist. Beim Dekantieren werden alte Weine vorsichtig vom Depot getrennt, möglichst mit wenig Sauerstoffkontakt, wohingegen beim Karaffieren vorwiegend junge Weine belüftet werden. Der Luftkontakt öffnet das Bouquet und den Körper des Weines. Für eine grössere Kontaktfläche kann eine bauchige Karaffe verwendet werden, schwungvoll umgegossen oder der Wein in der Karaffe geschwenkt werden. Der Wein entwickelt sich nach dem Umfüllen auch kontinuierlich, je länger er dem Sauerstoff ausgesetzt ist. Die Säure reagiert mit der Luft und der Wein wirkt harmonischer, auch aromatischer. Viele Aromen reagieren positiv auf Sauerstoff und werden wahrnehmbarer. Es gibt auch eine Kehrseite: Ein Fehlton im Wein mit Ausnahme des Böckser tritt mit Belüftung deutlicher zutage. Bei reifen, alten Weinen kann zu viel Luft sie umkippen lassen. Am besten man probiert einen Schluck, bevor man zur Karaffe greift.

vinum.eu – 11.04.2019

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Deutsche trinken mehr Weißwein als Rotwein

Deutsche trinken mehr Weißwein als Rotwein

Erstmals seit fast zwei Jahrzehnten haben die Menschen in Deutschland mehr Weißwein als Rotwein getrunken.
© Getty Images/iStockphoto

Zum ersten Mal seit fast 20 Jahren trinken die Deutschen wieder mehr Weißwein als Rotwein. Konsumforscher haben dafür mehrere Erklärungen.

Riesling statt Rioja: Erstmals seit fast zwei Jahrzehnten haben die Menschen in Deutschland mehr Weißwein als Rotwein getrunken. 46 Prozent der im vergangenen Jahr eingekauften Weine seien Weißweine und 44 Prozent Rotweine gewesen, teilte das Deutsche Weininstitut (DWI) am Sonntag zum Auftakt der Fachmesse Pro Wein in Düsseldorf mit.

2017 hatten die roten Rebensäfte mit 46 zu 45 Prozent noch knapp die Oberhand in der Statistik gehabt. Zuletzt waren Weißweine 1999 höher in der Gunst der deutschen Konsumenten gewesen als Rotweine. Es geht um alle in Deutschland konsumierten Weine, die Daten kommen vom Marktforschungsunternehmen GfK.

Trend zu weniger Alkohol
Damit setzt sich ein Trend fort, der im vergangenen Jahrzehnt begann. 2007 hatten die Rotweine noch 52 Prozent des Rebensaftkonsums in Deutschland ausgemacht und damit einen Höchststand erreicht. Danach ging es abwärts – und Weißweine gewannen an Boden in der Verbrauchergunst.

Das DWI begründete dies mit dem Trend zu einer bewussteren Ernährung. “Die Verbraucher setzen mehr auf eine leichte Küche, und da passt Weißwein nun mal besser zu”, sagte DWI-Sprecher Ernst Büscher.

Weißwein habe im Schnitt etwas weniger Alkohol. “Die Verbraucher achten seit einigen Jahren mehr auf den Alkoholgehalt.”

Ein weiterer Grund für den höheren Weißweinkonsum: Der zeitweise sehr heiße Sommer – Weiß trinken viele Verbraucher bei Hitze lieber als Rot. Der Anteil von Rosé stieg beim Weinkonsum 2018 leicht von 9 auf 10 Prozent – auch hierfür war ein Grund der Sommer.

Die Messe Pro Wein dauert nach ihrem Start am Sonntag bis zum Dienstag. Der weltgrößte Branchentreff ist eine Plattform für Winzer, Händler und Gastronomen aus allen Regionen der Erde. Erwartet werden 6800 Aussteller und rund 60.000 Fachbesucher. (dpa/mcf)

web.de – 17.03.2019

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Je älter der Wein, desto besser schmeckt er

Je älter der Wein, desto besser schmeckt er? Stimmt das wirklich?

Ist es tatsächlich wahr, dass die Qualität eines Weines zunimmt, desto länger er lagert? Es ist schon seit vielen Jahren ein beliebter Mythos, dass uralter Wein immer besser wird. Man denkt dann an eine uralte eingestaubte Weinflasche, mit einer antiken Jahreszahl, wo sich im Inneren eine feine Substanz befindet. Einen Wein einzigartigen Geschmack haben soll. Meistens ist das Resultat dann aber einfach nur eine trübe Enttäuschung mit einer sauren Essig Note.

Je älter der Wein....
Je älter der Wein….

Es ist tatsächlich so, dass viele Rebsorten eine ausgiebige Lagerzeit brauchen, um ihre beste Trinkreife zu erreichen. Vor allem gilt das für körperreiche Rotweine mit starken Tanninen. Die Noten entwickeln sich dann nach mehreren Jahren im Eichenfass. Auch in der Flasche reift ein komplexer Wein noch viele Jahre bis zum idealen Genuss. Leute sind heutzutage bereit, für einen Grand Cru-Bordeaux oder einen Amarone Gran Riserva aus den Achtzigern dreistellige Summen zu bezahlen. Aber der Ausdruck “beste Trinkreife” bedeutet auch, dass man sie überschreiten kann, was dann nicht mehr so günstig ist. Denn dann ist der Wein überlagert, schmeckt alt, verliert an Frische und Raffinesse. Man kann Wein nicht unendlich lange lagern oder haltbar machen und irgendwann setzt auch die gefürchtete Essigsäuregärung ein. Wesentlich häufiger als die großen Charaktere mit hoher Lagerfähigkeit, sind heute die Weine, die schon mit der Abfüllung trinkreif sind. Das gilt nicht nur für die frischen, jungen Weißweine, sondern auch für viele Rotweine, denn diese wollen höchsten zwei oder drei Jahre alt werden, bis ihre beste Zeit gekommen ist.

Alte Weine…

Der Mythos vom uralten Wein kommt aber nicht einfach von irgendwoher: Ein hoher Zuckergehalt, starke Tannine und starke Säure können eine erstaunlich lange Haltbarkeit bringen.

Einige Rotweine aus dem Barrique und auch hochwertige Chardonnays und Rieslinge können ein erstaunlich hohes Alter erreichen. Und einige Süßweine und Likörweine wie der berühmte Sauternes sind durch ihren hohen Zuckergehalt fast ewig haltbar. Der Reifeprozess ist von Wein zu Wein verschieden. Darüber ist schon sehr viel geschrieben worden. Weine von nicht so hoher Qualität, die in großen Mengen hergestellt wurden, sind für den sofortigen Genuss bestimmt. Sie werden in der Flasche kaum noch reifen, das ist auch nicht beabsichtigt. Natürlich gibt es auch gute Weißweine, die einige Jahre reifen können. Dies gilt besonders für deutsche Rieslinge, Trockenbeerenauslesen und Eisweine.

Sehr gute, hochwertige Rotweine, sollten schon einige Jahre alt sein, damit man sie als ausgereift betrachtet kann. Manche können durchaus Jahrzehnte oder länger reifen. Es kommt auch auf die Weinlagerung an. Dunkel gelagert, also ohne Sonne oder künstlichem Licht und unter 25° Grad können sich solche Weine 50 – 100 Jahre halten. Danach ist es eine Frage des Glücks. Es ist möglich, dass ein Wein durchaus auch noch nach 1000 Jahren genießbar ist. Tatsache bleibt, dass ein minderwertiger Wein auch nach 1000 Jahren nicht besser wird. Einen billigen Wein kaufen, 10 Jahre lagern und dann ein super Trinkerlebnis haben, daraus wird wohl nichts. Wann ein guter Wein getrunken werden sollte, bestimmt die Erfahrung oder das Fachwissen des Kellermeisters.

Für einen guten Wein zum Essen, der eine gute Qualität hat, reicht es meist schon den Wein im Weinkühlschrank zu lagern und zum Essen in der perfekten Temperatur, trinkbereit zu servieren. Das ist wesentlich günstiger als ich einen Jahrzehntealten Tropfen aus dem Keller bringen zu lassen.

vinowo.de

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Vom Perlen und Schäumen

Vom Perlen und Schäumen


Jahrelang gerüttelt – und dann ab ins Eisbad. Foto: www.pixabay.de

Generell werden Prickler in zwei Arten eingeteilt: Perlweine und Schaumweine. Erstere haben zwischen 1 und 2,5 bar Kohlensäuredruck – ab einem Druck von 3 bar nennt man das Getränk dann Schaumwein. Und dabei steigt dann nicht nur der Druck auf den Wein – sondern auch auf den Geldbeutel. Denn der Staat kassiert die sogenannte Schaumweinsteuer: etwas mehr als einen Euro für eine 0,75-Liter-Flasche. Eingeführt wurde die Steuer zu Beginn des 20. Jahrhunderts von Kaiser Wilhelm – um seine Kriegsflotte zu finanzieren. Ob das Geld auch heute noch in Richtung Militär fließt, weiß wohl niemand so genau. Die Schaumweinsteuer gibt es jedenfalls noch.

Schaumweine – in Deutschland weitestgehend Sekt genannt – zeichnen sich in der Herstellung dadurch aus, dass sie durch Zugabe einer Hefe-Zucker-Mischung, die man auch Tirage nennt, in eine zweite Gärung versetzt werden. Bei der sogenannten Tankgärung erfolgt dies einfach und kostengünstig in einem riesigen Behälter. Für manche Sekte, zum Beispiel Champagner, ist die jedoch die traditionelle Flaschengärung gesetzlich vorgeschrieben: Nach monate- oder gar jahrelangem Rütteln setzt sich die Hefe am Kronkorken ab. Daraufhin wird die Flasche in ein Kältebad (-20 Grad) gelegt, damit beim Öffnen die gefrorene Hefe herausschießt. Bei Schaumweinen, die mit diesem Verfahren gegärt wurden, ist das Etikett dementsprechend gekennzeichnet.

Schwarzwälder Bote, 11.03.2019

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Kleiner Knigge für Weintrinker

Kleiner Knigge für Weintrinker


»Wein ist der zivi­li­sier­tes­te Gegen­stand der Welt«

hat Ernest Heming­way im Ange­sicht eines fun­keln­den Mar­gaux geschrie­ben. Dass Wein anders getrun­ken wird als Whis­ky, war ihm klar.

An Vor­schrif­ten für den Umgang mit fei­nem Wein hat es nie und nir­gend­wo gefehlt. Doch vie­le Gebo­te sind rei­nes Zere­mo­ni­ell, man­che nur stei­fe Eti­ket­te. Eini­ge Regeln lohnt es, zu beher­zi­gen, auch wenn sie auf Wein­de­bü­tan­ten geküns­telt und wenig »läs­sig« wir­ken.

Gegen sie zu ver­sto­ßen, ist zwar kei­ne Kata­stro­phe, kann aber auf ande­re stö­rend wir­ken.

Haltung und Genuss

Wein wird nicht getrun­ken. Er wird in klei­nen Schlu­cken gekos­tet. Das »Maul voll Wein«, von dem gele­gent­lich die Rede ist, darf nicht wört­lich genom­men wer­den. Es ist eine Meta­pher, um einen beson­ders herz­haf­ten, ani­mie­ren­den Wein zu beschrei­ben. Zum Kos­ten wird der Arm geho­ben und das Glas zum Mund geführt. Ein bana­les, aber kei­nes­wegs selbst­ver­ständ­li­ches Gebot. Vie­le Wein­trin­ker schei­nen näm­lich schnell schlapp zu machen und heben den Arm bereits beim zwei­ten Glas nicht mehr an. Statt­des­sen sit­zen sie, brä­sig auf den Ell­bo­gen gestützt, am Tisch und beu­gen sich über das Glas. Ein depri­mie­ren­der Anblick, wenn­gleich nicht abzu­strei­ten ist, dass der Wein am Ende auch so sei­nen Weg zum Ziel fin­det.

Wenn der Wein das Glas ver­lässt, berührt er zuerst die Ober­lip­pe und wird dann vor­sich­tig durch die geöff­ne­ten Lip­pen in die Mund­höh­le ein­ge­so­gen. Das klingt ange­strengt, ist in Wirk­lich­keit aber eine höchst natür­li­che, unver­krampf­te Genuss­hal­tung. Viel anstren­gen­der und oben­drein unfein ist es, den Kopf – wie beim Trin­ken aus einem Maß­krug – in den Nacken zu wer­fen und den Wein in den weit auf­ge­ris­se­nen Mund lau­fen zu las­sen. Eine sol­che Hal­tung ver­rät den Typus des gemein­hin in Bier­zel­ten anzu­tref­fen­den »Kampf­trin­kers«.

Übri­gens soll­te der Wein nicht gleich geschluckt, son­dern auf der Zun­ge kurz »gewo­gen« wer­den. So kann sich der Geschmack ent­fal­ten. Das demons­tra­ti­ve »Kau­en« des Weins passt zu Wein­pro­ben, am Tisch wirkt es eher deplat­ziert. Das Wein­glas muss nicht nach jedem Schluck abge­setzt wer­den. Man kann es durch­aus in der Hand behal­ten, um einen zwei­ten Schluck zu neh­men, nach­dem der ers­te durch die Keh­le geron­nen ist. Wer zwei, gar drei Züge hin­ter­ein­an­der nimmt, outet sich als Trin­ker, nicht als Genie­ßer.

Gera­de­zu bäu­risch ist der Anblick jener Zeit­ge­nos­sen, die einen lan­gen, tie­fen Schluck zu sich neh­men und dann mit dicken Backen am Tisch sit­zen und Mühe haben, den ein­ver­leib­ten Wein zu ver­dau­en. Durs­ti­ge Men­schen kom­men bei fei­nem Wein sowie­so nicht auf ihre Kos­ten. Ihnen ist Mine­ral­was­ser zu emp­feh­len. Das Glas wird übri­gens nie am Kelch, son­dern stets am Stiel ange­fasst – sofern es einen sol­chen auf­weist. Ein­fa­che Land­wei­ne wer­den gern aus klei­nen Krü­gen mit Hen­kel getrun­ken und kön­nen manch­mal sogar durst­lö­schend sein.

Wein-Kenner, 02.01.2019

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Abnehmen mit Rotwein

Abnehmen mit Rotwein: Ein Glas ist so effektiv wie eine Stunde Sport (laut Studie)


© Getty Images

Alkohol hat viele Kalorien und hemmt die Fettverbrennung, soviel ist bekannt. Doch ein Gläschen Rotwein in Ehren muss zukünftig niemand mehr verwehren… Denn neben seinen vielen positiven Eigenschaften, wie zum Beispiel den Blutzuckerspiegel zu senken, haben Forscher nun noch einen weiteren genialen Effekt festgestellt: Ein Glas Rotwein kann eine Stunde im Fitnessstudio ersetzen!

Darum hilft Rotwein beim Abnehmen
Es klingt zu verlockend, doch Rotwein kann aus wissenschaftlicher Sicht tatsächlich ein Ersatz für körperliche Betätigung sein. Kanadische Forscher der University of Alberta haben in dem roten, gegärten Traubensaft sogenannte Resveratrol-Verbindungen nachgewiesen. Diese Substanz aktiviert nicht nur einen Schutzmechanismus in den Zellen, sie stärkt und verbessert zudem auch die körperliche Verfassung, die Funktionen des Herzens und die Muskelstärke – auf genau die gleiche Art und Weise, wie Sport es tut. Ein Glas Rotwein entspricht hier laut Wissenschaftlern einer Stunde Fitness. Dieses Wissen begeistert natürlich jeden Weinliebhaber, sei aber besonders für die Menschen wichtig, die sich aufgrund von gesundheitlichen Einschränkungen nicht körperlich bewegen können.

Resveratrol macht schlank

Auch eine Studie der Washington State University hat erwiesen, dass das Resveratrol im Rotwein beim Abnehmen hilft. Es wandelt das vorhandene Fettgewebe im Körper offenbar so um, dass es danach leichter abgebaut werden kann. Außerdem soll ein Glas Rotwein am Abend jede Form von Heißhungerattacken verhindern. Na dann zum Wohl und auf die Gesundheit!

ELLE – Anna-Lena Koopmann, 19.01.2018

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Gegen ausländische Konkurrenz wirkt reiner Wein


Gegen ausländische Konkurrenz wirkt reiner Wein

Für Wein setzen Deutsche nach wie vor auf Discounter. Mehr Geld für bessere Qualität geben sie dennoch aus. Was gut ist für hiesige Winzer – denn was sonst als Qualität haben sie ausländischen Anbietern entgegenzusetzen?

In Abgeschiedenheit: Weinreben auf der Weininsel in der Pfalz

In Abgeschiedenheit: Weinreben auf der Weininsel in der Pfalz

Hochglanzbildchen von glücklichen, Wein trinkenden Pärchen auf Sandsteinmauern, dahinter die sanften Hügel der Pfalz im Sonnenuntergang sollten nicht darüber hinwegtäuschen: Die Deutschen kaufen ihren Wein nach wie vor in erster Linie im Discounter.

Jede zweite Flasche wandert über die Bänder von Lidl, Aldi & Co in die Wohnzimmer. Trotzdem hat die gar nicht mehr so neue „Neue Lust“ am Wein das Verbraucherverhalten in den vergangenen Jahren auch hierzulande geändert. Die Deutschen geben seit Jahren beständig mehr Geld aus für eine Flasche Wein. Und zwar sowohl im Discounter als auch in Fachhandel und Direktverkauf beim Winzer.

Für die deutsche Weinwirtschaft ist das eine gute Entwicklung und Folge der konsequent qualitätsorientierten Politik: Schlechte Weine findet man heute nur noch selten. Diese Anstrengung war auch bitter nötig, damit heimische Winzer ihre Marktanteile halten, denn der internationale Druck steigt.

In großen europäischen Weinländern wie Spanien, Italien und Frankreich geht der heimische Konsum zurück, die Mengen drängen nach Deutschland. Zugleich wächst die Konkurrenz aus Übersee. Chile, Südafrika, Australien, Amerika – sie alle suchen ihr Heil im Export.

In Preis und Menge haben deutsche Winzer diesem Druck nichts entgegenzusetzen, es geht nur über Qualität. Die Bilanz 2018 zeigt: Die Branche hat verstanden.

F.A.Z. – Ein Kommentar von Bernd Freytag, 09.03.2019

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