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Kräftige Primeur-Preissteigerungen für Bordeaux 2020

Kräftige Primeur-Preissteigerungen für Bordeaux 2020

Château Lafite erhöht um 20 Prozent, Château Evangile um 33 Prozent

In der Bordeaux Primeur-Kampagne 2020 zeichnen sich nach sechs Wochen deutliche Preissteigerungen im Vergleich zu 2019 ab. Die Experten hatten nach den ersten Trends zum Start nur geringe bis moderate Erhöhungen erwartet. Die Trendwende markiert der 2020-Preis von Château Lafite Rothschild. Er wird zu einem Preis von 475 Euro pro Flasche freigegeben, was einem Anstieg von knapp 20 Prozent gegenüber dem 2019er (396 €) entspricht. Der Zweitwein Carruades de Lafite kostet nun 170 Euro und wird somit um mehr als 17 Prozent teurer. Um mehr als 33 Prozent steigt der Preis des Château Evangile und kostet 180 Euro.

Weinflaschen in Holzkisten - Wikipedia

In dieser Linie bewegen sich die Preise vieler weiterer Betriebe: Der Rauzan-Ségla (Margaux) wird 66 Euro kosten, das ist eine Preissteigerung von über 22 Prozent. Um 20 Prozent teurer wird Château Giscours, er ist für 40,80 Euro zu haben. Die meisten Betriebe aus der dritten Reihe erhöhen ihre Preise hingegen nur leicht in der Spanne von null bis zwölf Prozent. (wein.plus / Foto: Wikipedia)

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20 Prozent der fränkischen Weinberge müssen bewässert werden

20 Prozent der fränkischen Weinberge müssen bewässert werden

Landwirtschaftsministerium prognostiziert künftig 30 Prozent

Etwa 1.300 ha Weinberge in Franken sowie am bayerischen Bodensee müssen derzeit bewässert werden. Dies teilte das bayerische Landwirtschaftsministerium zu einer Debatte im Landtag mit. Aufgrund des Klimawandels müssten künftig aber etwa 2.000 der aktuell rund 6.300 ha Rebfläche temporär mit Wasser versorgt werden, prognostiziert das Ministerium. Dies entspricht etwa einem Drittel der Weinbergsflächen im Bundesland Bayern. Aktuell sind es rund 20 Prozent. Aufgrund der zunehmenden Trockenheit entstehe nur für den Weinbau ein jährlicher Wasserbedarf von rund 1,3 bis 1,5 Millionen Kubikmeter.

Weingut Stadler Weinberge_quer

Derzeit nutzen die Winzer dazu vor allem Regenwasser sowie Wasser aus Bächen, Flüssen und immer mehr aus Speicherseen. Laut dem Bericht des Umweltministeriums könne dieser Wasserbedarf künftig aber „nicht mehr an allen Orten und zu jeder Zeit gedeckt werden“. (wein.plus)

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Deutsche Weinproduktion 2020 um 2,3 Prozent gestiegen

Deutsche Weinproduktion 2020 um 2,3 Prozent gestiegen

67 Prozent Weißwein sowie 33 Prozent Rotwein und Rosé

Im Jahr 2020 haben die Winzerinnen und Winzer in Deutschland 8,41 Millionen Hektoliter Wein einschließlich Most erzeugt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, sei damit die Wein- und Mosterzeugung um 187.500 Hektoliter oder 2,3 Prozent gegenüber 2019 gestiegen. Im Vergleich zum Sechsjahresmittel 2014 bis 2019 lag die Wein- und Mosterzeugung 2020 aber um 4,8 Prozent niedriger. Die Prognose des Deutschen Weininstitus (DWI) vom Oktober 2020 war um 0,2 Prozent höher ausgefallen.
67 Prozent und damit rund zwei Drittel der 2020 erzeugten Weine waren Weißweine, 33 Prozent waren Rotweine einschließlich Rosé und Rotling. Umgerechnet in 0,75-Liter-Flaschen ergibt die Wein- und Mosterzeugung des Jahres 2020 rund 1,1 Milliarden Flaschen.

Ein Grund für die unterdurchschnittliche Jahrgangsmenge ist laut Destatis, dass 2020 das dritte Jahr in Folge mit sehr trockenem Sommer war. Die Niederschläge waren zudem sehr ungleich verteilt. 2018 konnten die geringeren Niederschläge noch dadurch kompensiert werden, dass die Reben nach dem außergewöhnlich kleinen Jahrgang 2017 im Folgejahr ausgeruht waren und noch ausreichend Grundwasser verfügbar war. Zudem war der Fruchtansatz hoch, es gab zudem keine Ertragsminderung durch Fäulnis.

Von der gesamten Wein- und Mosterzeugung 2020 betrug der Anteil an Prädikatswein 32 Prozent (2,72 Mio Hektoliter). Zudem wurden 5,36 Millionen Hektoliter Qualitätswein (64 Prozent) und nur 326 300 Hektoliter der Qualitätsstufen Wein oder Landwein (4 Prozent) erzeugt.

In den zwei großen Weinanbaugebieten Rheinhessen (2,53 Mio Hektoliter) und Pfalz (1,75 Mio Hektoliter) wurde zusammen mehr als die Hälfte (51 Prozent) des gesamten deutschen Weins und Mosts erzeugt. Auf Platz drei folgte das Weinanbaugebiet Mosel mit 1,42 Millionen Hektoliter (17 Prozent), dessen Ergebnis aber durch dort ansässige, große Handelskellereien geprägt ist. Sie verarbeiten auch Trauben von anderen Weinanbaugebieten in größeren Mengen zu Wein. Auf den Plätzen vier und fünf liegen Baden mit 1,09 Millionen Hektoliter (13 Prozent) und Württemberg mit 744 200 Hektoliter (9 Prozent). (wein.plus)

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Einbrüche in burgundische Weingüter aufgeklärt

Einbrüche in burgundische Weingüter aufgeklärt

Zehn Verhaftungen und “Zerschlagung eines kriminellen Vertriebsnetzes”

Domaine Sangouard-Guyot Schriftzug mit Berg

Die französische Polizei hat im Zusammenhang mit Einbrüchen in burgundische Weingüter im vergangenen Jahr über 1.160 gestohlene Flaschen Wein sichergestellt und zehn Personen verhaftet. In einer gemeinsamen Aktion durchsuchten bereits Ende Februar 60 Polizeibeamte aus drei Regionen mehrere Häuser in Lyon und Toulouse. Dabei verhafteten die Beamten zehn Personen und stellten den Wein sicher, der wahrscheinlich bei zwei Diebstählen im Juli und Oktober 2020 gestohlen wurde. Die Flaschen gehören der zur Beute, die Einbrecher im Juli 2020 aus der Domaine Philippe Chavy in Puligny-Montrachet entwendet haben.

Die Besitzer Philippe und Graziella Chavy sagten zu lokalen Medien, ihnen seien insgesamt etwa 2.000 Flaschen entwendet worden. Nach ihren Angaben hatten die Diebe die besten Jahrgänge des Weinguts aus Appellationen wie Meursault, Meursault Narvaux, Meursault Charmes, Puligny Folatières und Puligny Pucelles mitgenommen. Die von der Polizei gefundenen Flaschen gehören zudem der Domaine Sangouard-Guyot (Mâconnais), in die im vergangenen Oktober eingebrochen wurde. Dort erbeuteten die Diebe 850 Flaschen Wein aus der Appellation Pouilly-Fuissé im Wert von etwa 10.000 Euro. In einer Erklärung der Polizei hieß es, die Ermittlungen hätten ein organisiertes kriminelles Vertriebsnetz zerschlagen. (wein.plus)

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Der Vielgerühmte BEST OF Trockener Riesling aus Deutschland

Der Vielgerühmte BEST OF Trockener Riesling aus Deutschland

Ist 2019 nun der größte Riesling-Jahrgang, an den wir uns in Deutschland erinnern können?
Eine Voraussetzung für einen hervorragenden Jahrgang ist zumindest erfüllt: Auch die “kleineren” Weine der guten Produzenten sind in aller Regel sehr überzeugend. Das liegt nicht nur an den Jahrgangsbedingungen. Schließlich war das Qualitätsniveau der Weinerzeuger im Allgemeinen noch nie so hoch wie heute. Gleichwohl können wir uns an einige Jahrgänge der vergangenen Dekade erinnern, die wesentlich weniger einheitlich ausgefallen sind als 2019.

In der Spitze jedoch herrscht diese Einheitlichkeit auf hohem Niveau nicht überall. So scheint gerade manchen Topgewächsen aus 2019 ein wenig die letzte Komplexität und Tiefe zu fehlen. Nach überzeugendem Auftakt bleiben einige von ihnen am Gaumen auffällig unauffällig. Wir reden hier nicht von Understatement oder besonderer Eleganz und Feinheit, die man sich nur erschließen muss; nein, es fehlt manchen nominellen Spitzenrieslingen, was sehr guten Wein von großartigem oder gar großem unterscheidet. Grund dafür ist die Trockenheit. Wo Wasser fehlt, kann auch der beste Weingärtner aus der besten Lage keine Wundertropfen produzieren. Aromatischem Ausdruck und Konzentration bleiben Grenzen gesetzt.

Das lässt sich oft auch innerhalb des Sortiments einzelner Erzeuger an deutlichen Lagen-Unterschieden erkennen. Denn wo kein Wasser fehlte oder die Stöcke alt genug sind, um sich aus größeren Tiefen auch da zu versorgen, wo jüngere Reben am Verdursten waren, sind 2019 tatsächlich umwerfende Weine entstanden. Einige von ihnen gehören zweifelsohne zu den größten trockenen Rieslingen, die uns bislang begegnet sind – und schrammen bisweilen sehr nah an der Grenze dessen, was man sich unter großem trockenem Weißwein noch vorstellen kann. Oder erreichen sie sogar.

Der allein über allem stehende Jahrgang der letzten 50 Jahre ist 2019 vielleicht am Ende doch nicht. Muss er aber auch nicht sein. Schließlich hat er mehr als genug zu bieten, um auch den anspruchsvollsten Riesling-Liebhabern die eine oder andere Freudenträne in die Augenwinkel zu treiben.

Rund 1.150 trockene Rieslinge aus Deutschland haben wir in der vergangenen Verkostungssaison probiert, darunter auch ältere Jahrgänge, da immer mehr Produzenten ihre Weine inzwischen erst später auf den Markt bringen. Hier können wir nur die absolute Spitze vorstellen.
(wein.plus)

Ein top Riesling ist der Gunderloch – Nackenheim Rothenberg Riesling GG 2019

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Studie: Bioweine werden von Kritikern besser bewertet als andere

Studie: Bioweine werden von Kritikern besser bewertet als andere

Zertifizierte Biodyn-Weine schneiden um insgesamt 11,8 Prozent besser ab

Weine aus biologischem und biodynamischem Anbau erhalten bei professionellen Verkostungen im Durchschnitt höhere Punktzahlen als traditionell produzierte. Dies haben zwei gemeinsame Studien von Prof. Magali Delmas an der University of California (UCLA) und von Prof. Olivier Gergaud von der Kedge Business School in Bordeaux ergeben.

Die Wissenschaftlerin und der Wissenschaftler untersuchten dazu 2016 und 2021 insgesamt mehr als 200.000 Weinbewertungen, zunächst die Verkostungsergebnisse bei 74.000 Weinen, die von Robert Parker, Wine Enthusiast und Wine Spectator bewertet wurden. Demnach hätten diese Weine um 4,1 Prozent höhere Wertungen erhalten als herkömmlich erzeugte. Dies treffe auch auf Weine zu, deren Produzenten biologisch oder biodynamisch arbeiten, aber aus Kostengründen ohne Zertifizierung abfüllen. Darauf untersuchten sie 128.000 Wertungsergebnisse von Gault Millau, Gilbert Gaillard und Bettane Desseauve. Hier schnitten die Bio-Weine um insgesamt 6,2 Prozent besser ab. Zertifiziert biodynamische Weine hätten dabei sogar um 11,8 Prozent bessere Noten erhalten.

Dabei sei die Zertifizierung ein deutlicher Trend: Bei Weinen der Jahrgänge 1995 bis 2000 hätten nur 3,87 Prozent Bioweine ein Zertifikat getragen, bei denen der Jahrgänge 2001 bis 2015 seien es bereits 7,37 Prozent gewesen.
(wein.plus)

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Gastro-Gewerbe 2020 mit 38 Prozent weniger Umsatz als 2019

Gastro-Gewerbe 2020 mit 38 Prozent weniger Umsatz als 2019

Im November 67,4 Prozent weniger Einnahmen als im Februar vor dem Lockdown

Die deutsche Gastronomie und Hotellerie hat im vergangenen Jahr nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes preisbereinigt rund 38 Prozent weniger Umsatz verzeichnet als 2019. Sie beruhen auf den Zahlen von Januar bis November 2020 sowie einer Schätzung des Lockdown-Monats Dezember.

Laut den Zahlen sei deren Umsatz im November 2020 gegenüber dem Oktober preisbereinigt um 52 Prozent eingebrochen. Diese Zahl liege sogar um 67,4 Prozent niedriger als der Februar 2020, dem letzten Monat mit normalem Geschäftsverlauf vor dem ersten Lockdown. Im Vergleich zum November 2019 lägen die Einbußen bei preisbereinigt 67,9 Prozent.

Das Geschäft mit Beherbergung jeder Art habe sich dabei im November 2020 im Vergleich zu 2019 um 82,8 Prozent reduziert, die Gastronomie-Umsätze seien um 60,1 Prozent gesunken.

(wein.plus)

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Historischer Rückgang beim italienischen Weinexport

Historischer Rückgang beim italienischen Weinexport

Vier Prozent weniger als 2019 wegen Brexit und fehlender Abnahme aus China

Der italienische Landwirtschaftsverband Coldiretti rechnet mit einem historischen Rückgang der Weinenexporte um etwa vier Prozent im Jahr 2020. Das hat der Verband aus Zahlen der italienischen Statistikbehörde Istat errechnet, die auf Zahlen der ersten fünf Monate des Jahres beruhen. Während die Exporte im vergangenen Jahr auf den Rekordwert von 6,4 Mrd. Euro stiegen, haben sie von Januar bis Ende Mai nur noch 2,4 Mrd Euro erreicht. Im Jahr zuvor waren es noch 2,4 Mrd Euro. Dies sei der erste Rückgang seit über 30 Jahren.

Der wichtigste Grund sei vor allem der Brexit: Die Abnehmer in Großbritannien hätten die Einfuhr von Januar bis Mai 2020 um satte 12 Prozent reduziert. Der chinesische Markt sei zudem um 44 Prozent eingebrochen. Dort war der Corona-Virus ausgebrochen. Für weitere Probleme sorgen die US-Strafzölle auf Wein aus Europa.

Auch die Ernte 2020 werde für die Winzer schwierig: serzeit würden ihnen aufgrund der Corona-Pandemie etwa 25.000 Saisonarbeiter fehlen, erklärte der Coldiretti-Präsident Ettore Prandini.

Italienische Weine kaufen…

(wein.plus)

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Weinlese 2020 hat begonnen

Weinlese 2020 hat begonnen

Erste Ernte des Jahres mit der Sorte Solaris vom Pfälzer Weingut Schwindt

Mit dem Erntebeginn der frühreifen Sorte Solaris im Pfälzer Weingut Schwindt in Weisenheim am Sand ist der Startschuss für die Weinlese-Saison 2020 gefallen. „Wir sind rund 14 Tage früher dran mit dem Beginn der Lese als im langjährigen Jahresdurchschnitt“, sagt Weinguts-Inhaber Michael Schwindt und ergänzt: „Nach den frühreifen Sorten Solaris und Ortega wird die Lese der Hauptrebsorten um den 25. August beginnen.“

Für das gesamte Anbaugebiet Pfalz prognostiziert das Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Rheinpfalz (DLR) in Neustadt-Mußbach vorsichtig positive Aussichten für den kommenden Weinjahrgang. „Vor allem bei den Themen Frühreife, Behang und Traubengesundheit können wir zum aktuellen Zeitpunkt sehr zufrieden sein“, erklärt Dr. Matthias Petgen vom Institut für Weinbau und Oenologie des DLR. Für die nächsten Wochen wünscht er den Winzern „ergiebige Landregenereignisse“ und eine trockene Phase während der Lese. Petgen erwartet einen insgesamt „frühen Jahrgang“: „Wir sind etwas später als im Jahr 2018, jedoch noch früher als im vergangenen Jahr“, sagte Petgen.

Weinernte Photo by Paul Hanaoka on Unsplash

(wein.plus / Photo by Paul Hanaoka on Unsplash)

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Deutsche Winzer erwarten frühe Ernte 2020

Deutsche Winzer erwarten frühe Ernte 2020

Blüte etwa zehn Tage vor dem langjährigen Mittel zu Ende gegangen

Weinenrnte

Die deutschen Winzer erwarten im Herbst eine frühe Ernte des Jahrgangs 2020. Das berichtet die Deutsche Presseagentur (dpa). Die Gründe dafür seien die erneut sehr frühe Rebblüte sowie der recht großen Regenmenge im Juni. „Wir sind sehr zufrieden mit der Vegetation“, sagte der Präsident des Weinbauverbands Nahe, Thomas Höfer, der dpa. Die Blüte sei bereits zehn Tage vor dem durchschnittlichen Jahresmittel zu Ende gewesen. Sie setzt im Normalfall rund 100 Tage später den Termin für die Ernte. Allerdings seien die Trauben derzeit für den Entwicklungsverlauf noch sehr klein. Daher erwarten viele Winzer eine tendenziell kleine Ernte. (Wein-Plus)