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Italien erwartet überraschend gute Ernte

Italien erwartet überraschend gute Ernte

Menge auf Vorjahresniveau, Qualität trotz Hitze und Dürre bisher hervorragend

Trauben Italien 2020

Die italienische Weinwirtschaft rechnet für dieses Jahr mit einer Erntemenge von rund 50,27 Millionen Hektolitern. Diese Prognosen hat der italienische Önologenverband Assoenologi in Zusammenarbeit mit dem Weinbauverband Unione Italiana Vini (UIV) und der Statistikbehörde Ismea erarbeitet. Damit liegt die erwartete Menge auf Vorjahresniveau (50,23 Mio. hl) und weit über der im Hochsommer prognostizierten. Die Rekordhitze und extreme Dürre haben in den italienischen Regionen demnach weniger Schaden an den Reben angerichtet als bislang prophezeit. 2022 war das trockenste Jahr seit 1800. Im Vergleich zum Durchschnitt der vergangenen 30 Jahre sind die Niederschläge von Januar bis Ende Juli um 46 Prozent zurückgegangen. Dank der im August in fast allen Regionen gefallenen Niederschläge konnte jedoch das Schlimmste abgewendet werden. Auch mit der Qualität seien Agronomen und Önologen mehr als zufrieden. Es seien bisher Trauben von guter bis hervorragender Qualität geerntet worden. Wie sich die Mengen und auch die Qualität weiterentwickelt, hänge stark von den Wetterbedingungen der kommenden Wochen ab.

Die Rangliste der italienischen Regionen bleibt ebenfalls stabil. Das Veneto produziert mit 11,5 Millionen Hektolitern (-3 Prozent im Vergleich zu 2021) weiterhin mehr als ein Fünftel des italienischen Weins. Es folgen Apulien mit 10,6 Millionen Hektolitern (+3 Prozent) und die Emilia-Romagna mit 7,4 Millionen Hektolitern (+4 Prozent). Während das Piemont (-9 Prozent) und die Lombardei (-20 Prozent) Ernteeinbußen zu verzeichnen haben, werden in Umbrien (+10 Prozent), der Toskana (+12 Prozent), Sardinien (+15 Prozent) und Südtirol-Trentino (+10 Prozent) höhere Mengen erwartet.

Italienische Weine finden Sie hier….

(wein.plaus: ru / Quelle: Osservatorio Assoenologi; Foto: grosser.wine)

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VDP kündigt Preissteigerungen von 30 Prozent an

VDP kündigt Preissteigerungen von 30 Prozent an

Die Erhöhungen sollen helfen, die gestiegenen Kosten der Weingüter zu decken

VDP Flaschen

Der Verband Deutscher Prädikatsweingüter (VDP) hat Preiserhöhungen der Weine von bis zu 30 Prozent in Aussicht gestellt. Wie Geschäftsführerin Theresa Olkus der Deutschen Presse-Agentur (dpa) bei der Vorpremiere der Grossen Gewächse im Kurhaus Wiesbaden sagte, stünden die Betriebe vor der Herausforderung, dass die Kosten etwa für Produktion und Verpackung extrem gestiegen sein. Daher müssten die Preise der VDP-Weine um etwa 30 Prozent angehoben werden.

„Wir haben die in den vergangenen zwei Jahre erlebt, dass die Leute eher weniger, aber dafür wertigeren Wein trinken“, erklärte Olkus. Sie erwartet, dass die als Grosses Gewächs (GG) ausgezeichneten Lagenweine trotz der höheren Inflation stark nachgefragt bleiben. Wie sich der Absatz der Guts- und Ortsweine, die derzeit ab zehn Euro angeboten werden, entwickelt, bleibt abzuwarten. Die Preise der aktuell vorgestellten GG-Weine liegen zwischen 40 und 120 Euro pro Flasche. (wein.plus / Quelle: dpa; Foto: VDP by Peter Bender)

Der VDP
Der Verband Deutscher Prädikatsweingüter e. V. (VDP) ist eine Vereinigung von rund 200 Weingütern in Deutschland, der sich für verbindliche Qualitätsstandards und – seit 1990 – auch für die ökologische Bewirtschaftung der Weingüter seiner Mitglieder einsetzt.
Der Traubenadler ist das Verbandssymbol. Es zeigt einen symbolhaft dargestellten Adler mit einer Weintraube im Schnabel. Seit 2003 wird er auch als Gütesiegel auf der Flaschenkapsel dargestellt. Er kennzeichnet Weine von Verbandsmitgliedern und soll als Gütesiegel eine terroirgeprägte, handwerkliche Weinbereitung signalisieren, die Eichenholzchips ausschließt und die Verwendung von Zusatzstoffen beschränkt. Weine aus dem Versuchsanbau des Verbandes erhalten das Siegel nicht. Die Darstellung auf der Kapsel ist ein Piktogramm, das die Silhouette eines Adlers mit Weinbeeren im Brustbereich zeigt.

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Historisch frühe Lese in vielen spanischen Weinregionen

Historisch frühe Lese in vielen spanischen Weinregionen

Hitze, Dürre und Brände setzen Winzer immer mehr unter Druck

Helle Trauben

In einigen Weinbaugebieten Spaniens haben die Winzer so früh wie nie zuvor ihre Trauben geerntet. In Katalonien und in Jerez läuft die Weinlese bereits seit Ende Juli – der Start erfolgte rund zwei Wochen früher als üblich. Da viele Reben unter den extremen Temperaturen und der anhaltenden Dürre leiden, versuchen die Erzeuger zu retten, was zu retten ist.

Das Weingut Caserío de Dueñas in der DO Rueda gehört zu Entrecanales Domecq e Hijos, einem der größten spanischen Weinunternehmen. Hier wurde Mitte August mit der Lese der Sauvignon Blanc-Trauben begonnen. Almudena Alberca MW, Weinbaudirektorin bei Entrecanales Domecq e Hijos, erlebte dabei “die früheste Ernte in der 300-jährigen Geschichte von Caserío de Dueñas”. „Es war ein Sommer mit konstanter Hitze in ganz Europa, mit hohen Tages- und Nachttemperaturen und sehr wenig Niederschlag”, sagt Alberca. Das Klima sei instabil – und vor allem die vielen Waldbrände in der Nähe der Weinberge seien gefährlich. Auch in den Kellereien Bodegas Cosme Palacio in der DO Rioja und der Bodegas Viña Mayor in der DO Ribera del Duero sei der Reifezyklus viel früher als üblich abgeschlossen. Es fehlten nur noch zehn Prozent, dann seien die Trauben erntereif. Almudena Alberca rechnet damit, dass die Weinlese bereits bis Mitte September abgeschlossen ist.

Die Expertin wies darauf hin, dass die spanischen Erzeuger immer mehr mit Wetterextremen zu kämpfen haben. „In den vergangenen zehn Jahren haben wir in unseren Weinbergen sehr unterschiedliche Bedingungen erlebt, von starken Schneefällen und einem kühlen Frühling im Jahr 2021 bis zur diesjährigen Dürre und Hitze. Das macht es sehr schwierig, sich anzupassen, aber wir wissen, dass starke, gesunde Reben am widerstandsfähigsten gegenüber Temperaturschwankungen sind.“ Die Entwicklung mache deutlich, wie wichtig Nachhaltigkeitsstrategien für die Winzer seien, wenn sie ihre Weinberge fit für den Klimawandel machen wollen.

(Quelle: Harpers Co.UK / wein.plus)

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Italien hat den weltweit höchsten Anteil an Bioweinbau

Italien hat den weltweit höchsten Anteil an Bioweinbau

17,8 Prozent der Weinbaufläche sind biologisch und biodynamisch bewirtschaftet

Weinberg

Italien hat mit 17,8 Prozent (109.423 Hektar) den höchsten Anteil an zertifiziert ökologischen Weinbergen an der Gesamtweinbaufläche von 614.960 Hektar. Allein auf Sizilien, Apulien und die Toskana entfallen 55,8 Prozent der nationalen Bioweinanbaufläche und 55,5 Prozent des in Italien erzeugten Bioweins. Rekordhalter ist Sizilien, welches mit 29.669 Hektar 27,7 Prozent aller Bioweinbauflächen Italiens besitzt. Diese Zahlen hat Italia Bio, der Verband der italienischen Biowinzer, auf Grundlage von Daten des Istituto di Servizi per il Mercato Agricolo Alimentare (ISMEA) für 2019 veröffentlicht.

Der Sprecher von Italia Bio, Lillo Alaimo Di Loro, weist darauf hin, dass die meisten in Italien und Spanien erzeugten Bioweine in den Export gehen. Die größten Verbraucherländer Deutschland, Frankreich und USA hingegen produzierten Bioweine hauptsächlich für Käufer im Inland. Dies sei ein Zeichen dafür, “dass trotz der großen Weintradition in Italien noch viel an der Trinkkultur gearbeitet werden muss“.

Von 23. bis 26. Juni findet in San Martino delle Scale in Monreale, Sizilien, die internationale Messe für biologische und biodynamische Weine „Biodivino“ statt.

(wein.plus / Quelle: winenews.it)

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Champagner legt 2021 in Deutschland deutlich zu

Champagner legt 2021 in Deutschland deutlich zu

Absatzplus von 10 Prozent, Umsatz über 20 Prozent gestiegen

Champagner Pierre Leboeuf

Der Absatz von Champagner hat im vergangenen Jahr in Deutschland um 10,4 Prozent zugelegt. Rund 11,18 Millionen Flaschen Champagner wurden laut aktueller Zahlen des Dachverbands Comité Champagne importiert. Deutschland ist somit der viertwichtigste Exportmarkt der Appellation. Nur in Frankreich, den USA, in Großbritannien und Japan wurde 2021 mehr Champagner getrunken als in Deutschland. Positiv entwickelte sich mit einem Plus von 20,6 Prozent auch der Umsatz. Die deutschen Weinliebhaber trinken also mehr und zugleich teureren Champagner. Die weltweite Nachfrage nach Champagner übertrifft mit 312,8 Millionen exportierten Flaschen sogar das Niveau vor der Pandemie. Auch in Frankreich konnte 2021 der Absatz um 25,3 Prozent gesteigert werden. (wein.plus)

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Spendenauszahlung für Ahr-Winzer verzögert sich weiter

Spendenauszahlung für Ahr-Winzer verzögert sich weiter

Entgegen Aussage des Finanzministers: Noch immer keine Steuerregelung der Ministerien

Arhrtal Flutkatastrophe

Möglicherweise müssen die von der Flutkatastrophe betroffenen Winzer weiter auf die Auszahlung der rund 7 Millionen Euro Spendengeld warten. Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) hatte am vergangenen Freitag (28.1.2022) in einem Brief angekündigt, die steuerlichen Hürden zur Auszahlung seien gemeinsam mit den Länderministerien beseitigt worden. Details zur Lösung nannte er nicht. Im Gegensatz dazu schrieb Sarah Ryglewski, Staatsministerin im Bundeskanzleramt, in einem Brief vom 2.Februar 2022 auf eine Anfrage der CDU-Bundestagsabgeordneten Julia Klöckner an Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD): „Steuerliche Fragen dürfen kein Hemmnis dafür sein, dass den von der Flut betroffenen Menschen und Betrieben geholfen wird. (…) Das Bundesfinanzministerium hat mitgeteilt, dass es dazu im Kontakt mit der zuständigen Landesbehörde steht. Gemeinsames Ziel ist es, eine praktikable Lösung zu finden.“

Damit wird deutlich, dass die verantwortlichen Beamten in den Ministerien – entgegen Lindners Aussage – offenbar doch noch keine Regelung zur Spendenauszahlung ausgearbeitet haben. Wie lange die Debatte zur Überwindung der Steuerhürden andauern wird, ist damit weiter offen.

In Deutschland dürfen private Spenden, die sich meist von der Steuer absetzen lassen, nicht an gewinnorientierte Betriebe – wie etwa Weingüter – weitergeleitet werden. Doch auch die Auszahlung an Privatpersonen stockt aus sozialrechtlichen Gründen. (wein.plus)

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Deutscher Weinkonsum bleibt mit 20,7 Litern pro Kopf stabil

Deutscher Weinkonsum bleibt mit 20,7 Litern pro Kopf stabil

Das Deutsche Weininstitut veröffentlicht aktuelle Weinkonsumbilanz

Weintrinken

Laut der aktuellen Weinkonsumbilanz ist der Pro-Kopf-Verbrauch von Wein in Deutschland gegenüber dem Vorjahreszeitraum stabil geblieben. So lag der Konsum im Weinwirtschaftsjahr 2020/2021 bei 20,7 Litern pro Person. Die vom Deutschen Weinbauverband erstellte Studie zeigt einen unveränderten Konsum von 17,2 Millionen Hektoliter von in- und ausländischen Weinen. Auch die Schaumweinmenge ist im vergangenen Weinwirtschaftsjahr mit 2,7 Millionen Hektolitern konstant geblieben. Dies entspricht einem Schaumweinkonsum von 3,2 Litern pro Person und Jahr. Fasst man Still- und Schaumweinverbrauch zusammen, ergibt sich eine Gesamtmenge von 19,9 Millionen Hektolitern, umgerechnet 23,9 Liter Wein und Sekt pro Kopf und Jahr. Mit dieser Menge steht Deutschland an vierter Stelle der weltgrößten Weinverbrauchermärkte. Der meiste Wein laut der Internationalen Organisation für Rebe und Wein (OIV) in den USA (33 Mio. hl) getrunken, gefolgt von Frankreich (24,7 Mio. hl) und Italien (24,5 Mio. hl).

„Die unveränderte Bilanz des Weinverbrauchs aus dem vergangenen Wirtschaftsjahr zeigt, dass die Verbraucher durch die coronabedingten Einschränkungen in der Gastronomie ihren Weinkonsum zwar zum Teil nach Hause verlagert haben, insgesamt während der Pandemie jedoch nicht mehr Wein getrunken wurde“, kommentiert DWI-Geschäftsführerin Monika Reule die Zahlen. (wein.plus)

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Neues Mitglied im VDP: Weingut Knewitz aus Rheinhessen

Neues Mitglied im VDP: Weingut Knewitz aus Rheinhessen

Weingut aus Appenheim ist der aktuell 200. Mitgliedsbetrieb

Das Weingut Knewitz aus Appenheim in Rheinhessen ist ab 1. Jänner 2022 Mitglied im Verband Deutscher Prädikatsweingüter (VDP). Damit zählt der Bundesverband aktuell 200 Mitglieder.
Der Betrieb wird seit 2010 von Tobias Knewitz, seit 2015 gemeinsam mit seiner Ehefrau Corina und seinem Bruder Björn, geführt. Mit dem 25 Hektar großen Familienbetrieb wird erstmals die Lage Steinacker als Große Lage des VDP klassifiziert. Die Brüder Knewitz führen neben dem Weingut auch die Rebschule ihres Vaters fort. Johannes Hasselbach, der Vorsitzende des VDP.Rheinhessen, sieht die Aufnahme als „sinnbildlich für die dynamische Entwicklung Rheinhessens“. (wein.plus)

Das Weingut Knewitz aus Appenheim im Welzbachtal ist ab dem 1. Januar 2022 Mitglied im Verband
Deutscher Prädikatsweingüter (VDP). PDF-Link

Zu den Weinen des Weingut Knewitz….

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Kräftige Primeur-Preissteigerungen für Bordeaux 2020

Kräftige Primeur-Preissteigerungen für Bordeaux 2020

Château Lafite erhöht um 20 Prozent, Château Evangile um 33 Prozent

In der Bordeaux Primeur-Kampagne 2020 zeichnen sich nach sechs Wochen deutliche Preissteigerungen im Vergleich zu 2019 ab. Die Experten hatten nach den ersten Trends zum Start nur geringe bis moderate Erhöhungen erwartet. Die Trendwende markiert der 2020-Preis von Château Lafite Rothschild. Er wird zu einem Preis von 475 Euro pro Flasche freigegeben, was einem Anstieg von knapp 20 Prozent gegenüber dem 2019er (396 €) entspricht. Der Zweitwein Carruades de Lafite kostet nun 170 Euro und wird somit um mehr als 17 Prozent teurer. Um mehr als 33 Prozent steigt der Preis des Château Evangile und kostet 180 Euro.

Weinflaschen in Holzkisten - Wikipedia

In dieser Linie bewegen sich die Preise vieler weiterer Betriebe: Der Rauzan-Ségla (Margaux) wird 66 Euro kosten, das ist eine Preissteigerung von über 22 Prozent. Um 20 Prozent teurer wird Château Giscours, er ist für 40,80 Euro zu haben. Die meisten Betriebe aus der dritten Reihe erhöhen ihre Preise hingegen nur leicht in der Spanne von null bis zwölf Prozent. (wein.plus / Foto: Wikipedia)

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20 Prozent der fränkischen Weinberge müssen bewässert werden

20 Prozent der fränkischen Weinberge müssen bewässert werden

Landwirtschaftsministerium prognostiziert künftig 30 Prozent

Etwa 1.300 ha Weinberge in Franken sowie am bayerischen Bodensee müssen derzeit bewässert werden. Dies teilte das bayerische Landwirtschaftsministerium zu einer Debatte im Landtag mit. Aufgrund des Klimawandels müssten künftig aber etwa 2.000 der aktuell rund 6.300 ha Rebfläche temporär mit Wasser versorgt werden, prognostiziert das Ministerium. Dies entspricht etwa einem Drittel der Weinbergsflächen im Bundesland Bayern. Aktuell sind es rund 20 Prozent. Aufgrund der zunehmenden Trockenheit entstehe nur für den Weinbau ein jährlicher Wasserbedarf von rund 1,3 bis 1,5 Millionen Kubikmeter.

Weingut Stadler Weinberge_quer

Derzeit nutzen die Winzer dazu vor allem Regenwasser sowie Wasser aus Bächen, Flüssen und immer mehr aus Speicherseen. Laut dem Bericht des Umweltministeriums könne dieser Wasserbedarf künftig aber „nicht mehr an allen Orten und zu jeder Zeit gedeckt werden“. (wein.plus)